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Programm 2022

SCHÖNE NEUE WELT

Aldous Huxley schildert in seinem 1932 erschienenen dystopischen Roman Schöne Neue Welt einen totalitären Staat, der über seine Bevölkerung von Zwangsarbeitern nicht wie bisher mit niederknüppelnder Macht herrscht, sondern weit effizienter, indem er dem Volk mittels Propaganda, Medien und schulischer Erziehung dessen Versklavung zu lieben beibringt. Der totalitäre Apparat bedient sich dabei einer Kombination aus Gentechnik (eugenische Normung von Embryos), Konditionierung (Suggestion schon ab dem Kleinkindalter) und legalisierten Drogen. Ziel dieser fordistischen (also kapitalistischen) Gesellschaftsordnung ist eine Befriedung der Weltbevölkerung durch klar abgegrenzte soziale Schichtung bei wirtschaftlicher Sicherheit und allgemeinem Wohlbefinden. Abweichendes Verhalten gefährdet diese Weltordnung und muss verhindert werden. „Besonders wirksam dabei sei es, der Bevölkerung nicht mit Argumenten beizukommen, um unerwünschte Entwicklungen zu verhindern, sondern gezielt Informationen zu verbergen: ‚groß ist die Wahrheit, aber größer, vom praktischen Gesichtspunkt, ist das Verschweigen der Wahrheit‘“, schreibt Huxley im Vorwort zur zweiten Auflage, 1949.

Die Anzeichen mehren sich, dass wir bereits an der Schwelle zu dieser Schönen Neuen Welt stehen, wenn wir sie nicht schon längst überschritten haben. Techniken wie CRISPR/Cas machen gezielte Eingriffe in die Erbsubstanz möglich (und wahrscheinlich), die Konditionierung der Menschen durch die hinter den Social Media stehenden Medien, Interessensgruppen und Megakonzerne läuft prächtig und die virtuelle Welt ist zur Ersatzdroge geworden. Auch politischerseits ist die Methode, nicht mehr zu argumentieren, sondern Information hinter Standardfloskeln zu verbergen opportun geworden und wird auch in so genannten Demokratien kaum mehr hinterfragt. „Der heutige Mensch konsumiert seine Unterwerfung“, schreibt Bernhard Kathan als Schlusssatz seines Essays Sind Despoten der Liebe fähig?

Nachdem sich FLUSS 2021 mit den Modalitäten der Krise beschäftigt hat, werden wir uns 2022 mit der aus ihr hervorgegangenen Schönen Neuen Welt widmen. Die thematischen Felder, die dabei fragend umkreist werden sollen: Utopie / Dystopie, Information / (Fake) News / Echoräume, Fremdbestimmtheit / Selbstorganisation, Deep Learning / Big Data. Sie alle sind Bausteine einer Neuen Welt. Wie sich diese letztendlich materialisiert wird wohl davon abhängen, wie bewusst wir mit diesen Materialien umgehen.

Ausstellungen und Workshops in Vorbereitung!

seit 11.12.2020

https://virtualfluss.at

Mit dem Online-Projekt WEGE, ein künstlerisch-wissenschaftliches Projekt des Instituts für Kulturmanagement und Gender Studies der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien/ mdw. (Gespräche über Haltungen, Vorgehensweisen, Lebenswege, künstlerische Konzepte... im Dazwischen), wurde im Dezember 2020 die neue Plattform VIRTUALFLUSS eröffnet.

VIRTUALFLUSS versteht sich als Plattform, die einerseits konkrete Ausstellungen und Projekte in die virtuelle Domäne transferiert und damit einen Erweiterungsraum und Teilhabe von Menschen, die - aus welchen Gründen auch immer - physich nicht präsent sein können, ermöglicht. Andererseits wird durch diese Plattform auch ein Kommunikationsraum geschaffen, in dem zusätzliche Informationen (Links, Texte, Material), Partizipationen (z.B. Zuschaltung von Vortragenden über Videokonferenz) bzw. Interaktionen (z.B. Chats) bereitgestellt werden können.


 

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